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Der historische Messinghof

Erfahren Sie alles über den geschichtsreichen Werdegang des Messinghofs seit der Erbauung im Jahr 1679 bis hin zur aufwendigen Restauration durch Peter Glinicke seit dem Jahr 2010.

Der Messinghof

Die Wiege des Herkules …

Der 1679 erbaute Messinghof ist eine der ältesten und geschichtsreichsten Manufakturen Hessens. Das Hammerwerk mit Gießerei wurde im Jahr 1679 im Auftrag von Landgraf Karl südwestlich der Losse errichtet und ist das älteste Industriedenkmal der Region. Es ist aus einem ehemaligen Mühlenstandort, der Faustmühle, hervorgegangen. Im Messinghof wurde zu dieser Zeit Heeresausrüstung gefertigt. Der Augsburger Goldschmied Johann Jacob Anthoni vollendete hier aber auch im Jahr 1717 die Statue des Herkules für den Bergpark Wilhelmshöhe, die erste Großstatue in Leichtbauweise – ein Beweis für die Leistungsfähigkeit der hessischen Metallindustrie.

Nach der Annexion des Kurfürstentums Hessen durch Preußen im Jahre 1866 wurden 1869 die bis dahin staatlichen Mühlen an der Losse privatisiert. Den Messinghof und den Kupferhammer erwarb die Firma Lieberg & Co. Im 19. Jahrhundert war die Manufaktur insbesondere Zulieferbetrieb für die Maschinenbauindustrie und die Eisenbahn.

Nach 1933 wurde die jüdische Familie Lieberg von den Nationalsozialisten enteignet und der Messinghof ging an die Firma Imfeld & Co. über, wurde aber zunächst noch unter dem Namen Lieberg & Co. weitergeführt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage teilweise zerstört.

Mit dem Unternehmenskonkurs der hessischen Metallfabrik Imfeld & Co. im Jahre 1975 endete eine fast 300-jährige Geschichte der Metallverarbeitung im Messinghof.

Die Gießerei mit einer ca. 14 Meter hohen Esse, drei Schmelzöfen, das Torhaus und die Remise können noch besichtigt werden. Der ehemalige Hammerflügel wurde 1965 abgerissen, da der Dachstuhl ausgebrannt war.

In den 1980er-Jahren gab es hier ein alternatives Wohn- und Kulturprojekt. Hier war auch das Punklabel „Iron Curtain Records“ angesiedelt. Viele ehemalige Mitglieder sind bis heute noch immer als Musiker, Künstler oder in den Medien tätig.

Im Jahr 2010 wurde der Kasseler Autohändler Peter Glinicke zum Eigentümer des Messinghofes und sanierte das historische Denkmal aufwendig mit dem Ziel die Geschichte des nordhessischen Industriegebäudes zu erhalten. Der Messinghof soll ab der Fertigstellung im August 2018 als Veranstaltungsort der besonderen Art genutzt werden.

Impressionen aus der Historie

Bildrechte teilweise nicht nachvollziehbar

Glinicke

Danke Kassel!

Die Familie Glinicke ist eng mit der Stadt Kassel verbunden. Als Hans Glinicke den Sprung vom Direktor der Traktorenfabrik Lanz in die Selbstständigkeit wagte, begann er mit seiner Frau Dolores und fünf Mitarbeitern den Verkauf und die Reparatur von Autos und Motorrädern.

Über 90 Jahre später ist das Unternehmen unter der Führung von Peter und seinem Sohn Frank Florian Glinicke auf 26 Autohäuser in ganz Deutschland gewachsen. 1500 Mitarbeiter kümmern sich heute (Stand Juli 2018) um das Wohl der Kunden und ihrer Fahrzeuge, die aus einer beeindruckenden Markenvielfalt stammen.

Angetrieben vom dynamischen Unternehmergeist von Peter Glinicke wandelte sich in den vergangenen Jahrzehnten die Leipziger Straße in Kassel – neben anderen Standorten in der Nordhessen-Metropole – zu einer wichtigen Heimatadresse für das Unternehmen. Dort nimmt der historische Messinghof eine besondere Rolle ein. Als er in den Besitz der Glinicke-Familie wanderte, war der Ehrgeiz von Peter Glinicke schnell geweckt. Es galt ein einzigartiges Industriedenkmal von größter historischer Tragweite zu erhalten. Sein Plan jedoch ging noch viel weiter: Den Messinghof wieder erlebbar zu machen, die beeindruckenden Räume rund um die gigantische Esse einer zeitgemäßen Nutzung zuzuführen. Die Fertigung der Monumentalfigur Herkules seinerzeit dürfte kaum schwieriger gewesen sein. Aber Wille versetzt Berge – und auch jede Menge bürokratischer Hürden und historischer Stein: Der Messinghof erstrahlt in neuem Glanz, ist ein Ort für Hochzeiten und Events geworden, wird für Tagungen genutzt und bietet zugleich immer wieder eine Bühne für die Fahrzeuge aus dem Glinicke-Portfolio. Peter Glinicke sagt: „Die Restaurierung des Messinghofs ist mein Geschenk an die Menschen dieser Stadt“. Und er schenkt es von Herzen.

„Unser Engagement ist auch eine Art Dank von Glinicke an die Bürger der Stadt Kassel für das jahrelange Vertrauen als Kunden in unsere Autohäuser.“

– Peter Glinicke

 

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